Warum werden Glühbirnen heiß? [Caspar, 4 Jahre]

Glühbirnen bestehen meist aus einem luftleeren Glaskolben, durch den ein dünner Metalldraht gezogen ist. Baust du die Glühbirne in eine Taschenlampe ein und schaltest sie ein, fängt dieser Draht an zu leuchten. Dabei fließen kleine Teilchen von der Batterie aus durch den Draht. Diese Teilchen sind Elektronen und treffen im Draht auf die Atome des Metalldrahtes. Die Drahtatome sind größer und dicht gepackt, sodass die Elektronen kaum vorbeikommen ohne daran zu stoßen. Kein Elektron kommt allein, sondern bringt viel mehr Freunde mit, als du dir vorstellen kannst und alle stoßen an die Atome des Metalldrahtes. Dabei wird der Draht sehr warm. Ähnlich, als wenn du einen Hammer nimmst und immer wieder auf eine Metallplatte schlägst. Hast du Freunde dabei und ihr schlagt schnell hintereinander immer wieder auf die Platte, wird das Metall warm, ebenso wie der Draht, der zu glühen anfängt. Je stärker der Draht glüht, umso heißer und heller ist er. Genauso wie das Licht wird die Wärme des Drahtes als Strahlung abgegeben. Treffen die Strahlen auf einen Gegenstand, z.B. auf den Glaskolben oder deine Hand neben der Lampe, wird dieser beleuchtet und erwärmt. Also wird auch die Glühbirne außen heiß.


Dr. Michael Beck ist Professor für Allgemeine Elektrotechnik an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Er erforscht u.a. wie sich organische Transistoren unter Lichteinfluss verändern.

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