Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG)

Standort
Kantstraße 55
14513 Teltow
Telefon: (03328) 35 24 50
Fax: (03328) 35 24 52
Webseite: www.hzg.de

Institut für Biomaterialforschung, Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), Standort Teltow

Am Institut für Biomaterialforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in Teltow arbeiten rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Lendlein, der auch Inhaber des Lehrstuhls Materialien in den Lebenswissenschaften an der Universität Potsdam und Mitglied des Direktoriums des Berlin-Brandenburger Zentrums für Regenerative Therapien (BCRT) ist. Die Arbeiten sind in das Forschungsprogramm "Schlüsseltechnologien" der Helmholtz-Gemeinschaft eingebettet.

Biomaterialien für medizinische Anwendungen

Im Mittelpunkt der Forschung am Institut für Biomaterialforschung stehen multifunktionale, polymerbasierte Biomaterialien für Anwendungen in der Regenerativen Medizin. Die Vision für die Medizin von Morgen ist spektakulär und zugleich herausfordernd: kranke oder verletzte Gewebe, Zellen oder komplexe Organe zu regenerieren oder zumindest in ihrer Funktion wiederherzustellen. Eine zentrale Rolle nehmen dabei neuartige Biomaterialien ein - insbesondere in Kombination mit bioaktiven Molekülen - und stellen eine Schlüsseltechnologie für die Induktion der Autoregeneration dar. Ferner haben sie ein hohes Anwendungspotential als Trägersysteme in der Zelltherapie sowie dem Tissue Engineering.

Die Forschung des Institut ist eingebettet in Fragestellungen, die sich aus dem sozioökonomischen Wandel unserer Gesellschaft ergeben: Die zunehmende Lebenserwartung sowie veränderte körperliche Alltagsbelastungen führen zu einem Anstieg degenerativer, chronisch entzündlicher und altersbedingter Erkrankungen, deren Symptome häufig nur gelindert werden können. Die Entwicklung Regenerativer Therapien zielt hingegen auf kurative Behandlungsmöglichkeiten ab, bei denen gestörte Funktionen durch körpereigene Selbstheilungs- und Reparaturprozesse oder durch biologischen Ersatz wiederhergestellt werden. Moderne Biomaterialien eröffnen dabei bislang nicht realisierbare medizinische Möglichkeiten als Implantate oder Wirkstofffreisetzungssysteme mit maßgeschneiderten Eigenschaften und Funktionen für die jeweilige Anwendung.

Berlin-Brandenburger Zentrum für Regenerative Therapien (BCRT)
Integraler Bestandteil der Strategie ist die Nutzung der Biomaterial-Technologieplattform im Berlin-Brandenburger Zentrum für Regenerative Therapien (BCRT), einer Allianz zwischen Charité, Universitätsmedizin Berlin und der Helmholtz- Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Dieses Translationszentrum ermöglicht die Verwendung der in Teltow entwickelten Materialien und Produkte für weitere Anwendungsbereiche wie dem muskuloskeletalen System. Gemeinsam mit Wissenschaftlern anderer Forschungsinstitutionen werden am BCRT neue regenerative Therapien in enger Zusammenarbeit mit den Klinikern entwickelt, mit dem Ziel, chronische Erkrankungen durch Anregung der körpereigenen Regeneration künftig heilen und nicht mehr nur behandeln zu können.

Berlin-Brandenburger Schule für Regenerative Therapien (BSRT)
Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnte im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesregierung 2007 eine internationale Graduiertenschule als gemeinsame Anstrengung der Berliner Universitäten, der Universität Potsdam und der Max-Planck- und Helmholtz-Institute eingerichtet werden, an der eine besondere, interdisziplinäre Ausrichtung der Ausbildung für klinische, biologische und ingenieurswissenschaftliche Forscher angeboten wird, die auf dem Gebiet der Regenerativen Medizin arbeiten möchten.

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