Nominierungen 8. Potsdamer Kongresspreis

Jury:

  • Dr. Silke Engel, Universität Potsdam, Arbeitskreis proWissen und Sprecherin der Jury
  • Antje Senf, Kongresshotel Potsdam am Templiner See, Erfa-Gruppe
  • Alice Paul-Lunow, DEHOGA Brandenburg, Kreisverband Potsdamer Kulturlandschaft
  • Mareike Doepner, Landeshauptstadt Potsdam, Bereich des Oberbürgermeisters
  • Mathilda Müller, Potsdam Marketing und Service GmbH
  • Dr. Katja Schulze, MPI Kolloid- und Grenzflächenforschung (AG WissKom)
  • Jan Kixmüller, PNN – Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Dr. Simone Leinkauf (Moderation, nicht stimmberechtigt)

Kategorie 1: regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen in Potsdam (ERFA-Gruppe)


Masterclass Artistic Research: "Transmediales Erzählen: Camilla Plastic Ocean Plan":
Zehn Tage für eine globale Vision mit neuen Methoden, die Kreativität, künstlerische Forschung und wissenschaftliche Erkenntnisse der Meeresbiologie verbinden, um Ideen zu entwickeln, wie wir das Problem des Plastikmülls in den Meeren in den Griff bekommen. Die Teilnehmenden aus neun verschiedenen Ländern definierten unser Verhältnis zum maritimen Lebensraum und setzten damit sowohl künstlerische als auch innovative Impulse. Das wird auch in der Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung deutlich. Innovation und Originalität treffen aufeinander, wenn Filmforschende und Naturwissenschaftler gemeinsam über Fragen der Nachhaltigkeit nachdenken und Konzepte entwickeln. Die internationale Szene hat von dem Projekt Kenntnis genommen, während bei der Pressearbeit noch Luft nach oben gewesen wäre. Ein starkes Rahmenprogramm in Potsdam und Berlin begleitete den Kongress, der in seiner Kombination aus Film- und Geowissenschaften im doppelten Sinne für die Wissenschaftsszene in Potsdam steht. Diese Masterclass-Ausgabe war der Auftakt zu einer Serie unter dem Titel „Masterclass Artistic Research“, die jährlich fortgesetzt werden soll. Der Termin für die zweite Veranstaltung steht fest, die Vorbereitungen sind im Gange.

Potsdam Summer School 2019 "Connecting Science and Society – Communicating Research
on Sustainability and Global Change:

Die “Potsdam Summer School” ist ein seit Jahren eingeführtes Kongressformat in Potsdam, das weit über die Landeshauptstadt hinausstrahlt. 43 junge Nachwuchskräfte aus 26 Herkunftsländern diskutierten im August intensiv, wie Wissenschaft effektiver in die Gesellschaft hineingetragen werden kann? Auf welchen Wegen und Kanälen lassen sich Themen der Nachhaltigkeit und des globalen Wandels wirksam kommunizieren? So ist die Potsdam Summer School ein Vorreiter, indem sie beim Cluster Nachhaltigkeit Wissenschaft und Nachwuchs über Fächer- und Ländergrenzen hinweg zusammenbringt. Erkenntnisse und Erfahrungen aus anderen Kulturen werden ebenso diskutiert, wie die Rolle Potsdams als Stadt des Wissenstransfers. Auch politische Formen werden aufgegriffen wie der spontane Gedankenaustausch mit einer Delegation der Fridays for Future Bewegung. Diese wurde zu dem geplanten Schülerevent eingeladen und konnten dort ihr Anliegen zu Beginn der Veranstaltung vortragen. Besonders charmant ist ein ergänzendes Schulprojekt, bei dem die Sommerschüler zu Botschaftern der Wissenschaftskommunikation werden, wenn sie über die Summer School hinaus Oberstufen-Arbeiten inhaltlich begleiten und den Potsdamer Schülerinnen und Schülern als Mentoren zur Verfügung stehen. Das Thema Nachhaltigkeit durchzieht alle Ebenen: inhaltlich-programmatisch; die Kongressorganisation sowie die Auseinandersetzung mit Schülern als der nächsten Generation.

PLANT 2030 Statusseminar 2019:
Das jährlich stattfindende „Plant Statusseminar“ besitzt mit mehreren Hundert Teilnehmern inzwischen eine hohe Bedeutung in der Community der angewandten Pflanzenforschung. Besonders hervorzuheben sind neben der wissenschaftlichen Bedeutung eine umfangreiche Begleitausstellung mit 170 Postern und drei Keynote-Präsentationen internationaler Wissenschaftler. Überzeugen konnte die Jury auch der große Stellenwert, der insbesondere Nachwuchswissenschaftlern für die Präsentation ihrer eigenen Forschung im Rahmen von mit Preisgeld ausgezeichneten Elevator Pitches eingeräumt wurde. Im Vorfeld konnten sich die Nachwuchswissenschaftler in einem Workshop unter dem Titel „Presenting yourself! auf diesen Wettbewerb vorbereiten. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, das den internationalen Teilnehmern einen Teil Potsdam zeigte, trägt zur Imagewirkung des Tagungsortes bei.


Kategorie 2: Einzelveranstaltungen (DEHOGA Brandenburg)


Fontanes Medien (1819-2019):
2019 war in Brandenburg Fontane-Jahr: Obwohl die Bedeutung des Schriftstellers ausgiebig diskutiert wurde, gelang es dem Kongress „Fontanes Medien“, die Arbeitsweise und Bedeutung des Literaten in neuem Licht zu zeigen und zugleich die aktuellsten Forschungsergebnisse in nachvollziehbarer Weise zu vermitteln. So wurde mittlerweile ein Großteil des Fontane-Nachlasses digitalisiert und kann über ein Online-Portal eingesehen werden. Zudem lassen sich Fontanes Texte auf Worthäufungen, rhetorische Figuren oder wiederkehrende Redewendungen durchsuchen. Stoff für rund 50 Literatur- und Medienwissenschaftler, in der Fontaneforschung neue Wege einzuschlagen. Der Kongress überzeugte nicht nur durch das Programm und die professionelle Organisation. Einsatzbereitschaft und Leidenschaft von Initiator Prof. Trilcke und seinem Team strahlen bis heute über das Fontane-Jahr hinaus und geben weitere Impulse für neuartige Akzente in der Fontane-Forschung. Neben der umfangreichen Presseberichterstattung verdient auch das in eigenem Design liebevoll aufbereitete Tagungsmaterial ein besonderes Lob: Fontanes Medien finden sich auch in dieser Darstellung wieder.

INSECTA 2019 International Conference on Insects as Food, Feed and Non-Food:
Insekten als Nahrungsquelle der Zukunft? Bei der internationalen Konferenz mit Teilnehmern aus 38 Ländern steht die Frage im Mittelpunkt, wie Insekten einerseits zur Proteinquelle in der Nahrungskette werden können, andererseits als Futtermittel oder auch im Non-Food-Bereich zum Einsatz kommen. Überzeugt hat die Jury, dass die INSECTA als kleines nationales Symposium startete und sich innerhalb von fünf Jahren zu einer international renommierten, jährlich stattfindenden Konferenz mit mehr als 250 Teilnehmern entwickelt hat und weiteres Entwicklungspotential sowie eine hohe Dynamik sichtbar wird: Sie bietet eine ideale Austauschplattform für Wirtschaft und Wissenschaft und trägt somit dem Transfergedanken Rechnung. Mit einem breiten Rahmenprogramm, spannendem Begleitmaterial und der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in allen Bereichen konnte die INSECTA zusätzlich punkten.

10th International Congress on the Application of Raman Spectroscopy in Art and Archaeologie (RAA2019):
Den internationalen Gästen ein umfangreiches Rahmenprogramm zu bieten und Potsdam als hoch attraktiven Wissenschaftsstandort vorzustellen, ist den Organisatoren des „10th International Congress on the Application of Raman Spectroscopy in Art and Archaeologie“ ohne Abstriche gelungen, einer der Höhepunkte war ein Exkursionstag, der mit den ansässigen Touristikern gemeinsam umgesetzt wurde. Wissenschaftlich gehört die Konferenz zu den international renommierten Veranstaltungen im Spannungsfeld zwischen Kunst und Archäologie.


Kategorie 3: Innovative und/oder außergewöhnliche Veranstaltungen (LHP)


Learning from Africa: Equal opportunities for women in academia:
Diese Konferenz geht auf eine Kooperation zwischen dem Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Potsdam und dem Koordinationsbüro für Chancengleichheit zurück. Ziel war es, die Karrieren von Wissenschaftlerinnen in Ghana, Südafrika, Nigeria und Deutschland miteinander zu vergleichen, um Stärken zu erkennen und Hürden zu identifizieren. Während der Vorträge und Diskussionen zeigte sich schnell, dass strukturelle Defizite im Hochschulbereich in allen Ländern die Karriere von Wissenschaftlerinnen erschweren: Das Ergebnis wurde einer interessierten Öffentlichkeit in der Wissenschaftsetage im Bildungsforum vorgestellt. Und auch die Studierenden hatten etwas davon: In der Mensa der Universität Potsdam wurden während der Tagung afrikanische Menüoptionen angeboten. Überzeugen konnte die Jury auch der Ansatz, dass die Teilnehmer sich über die Grenzen der Kontinente hinweg darauf verständigt hatten, voneinander lernen zu können.

INSECTA 2019 International Conference on Insects as Food, Feed and Non-Food:
Insekten als Nahrungsquelle der Zukunft? Bei der internationalen Konferenz mit Teilnehmern aus 38 Ländern steht die Frage im Mittelpunkt, wie Insekten einerseits zur Proteinquelle in der Nahrungskette werden können, andererseits als Futtermittel oder auch im Non-Food-Bereich zum Einsatz kommen. Überzeugt hat die Jury, dass die INSECTA als kleines nationales Symposium startete und sich innerhalb von fünf Jahren zu einer international renommierten, jährlich stattfindenden Konferenz mit mehr als 250 Teilnehmern entwickelt hat und weiteres Entwicklungspotential sowie eine hohe Dynamik sichtbar wird: Sie bietet eine ideale Austauschplattform für Wirtschaft und Wissenschaft und trägt somit dem Transfergedanken Rechnung. Mit einem breiten Rahmenprogramm, spannendem Begleitmaterial und der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in allen Bereichen konnte die INSECTA zusätzlich punkten.

Masterclass Artistic Research: "Transmediales Erzählen: Camilla Plastic Ocean Plan":
Zehn Tage für eine globale Vision mit neuen Methoden, die Kreativität, künstlerische Forschung und wissenschaftliche Erkenntnisse der Meeresbiologie verbinden, um Ideen zu entwickeln, wie wir das Problem des Plastikmülls in den Meeren in den Griff bekommen. Die Teilnehmenden aus neun verschiedenen Ländern definierten unser Verhältnis zum maritimen Lebensraum und setzten damit sowohl künstlerische als auch innovative Impulse. Das wird auch in der Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung deutlich. Innovation und Originalität treffen aufeinander, wenn Filmforschende und Naturwissenschaftler gemeinsam über Fragen der Nachhaltigkeit nachdenken und Konzepte entwickeln. Die internationale Szene hat von dem Projekt Kenntnis genommen, während bei der Pressearbeit noch Luft nach oben gewesen wäre. Ein starkes Rahmenprogramm in Potsdam und Berlin begleitete den Kongress, der in seiner Kombination aus Film- und Geowissenschaften im doppelten Sinne für die Wissenschaftsszene in Potsdam steht. Diese Masterclass-Ausgabe war der Auftakt zu einer Serie unter dem Titel „Masterclass Artistic Research“, die jährlich fortgesetzt werden soll. Der Termin für die zweite Veranstaltung steht fest, die Vorbereitungen sind im Gange.


QR-Code - URL