Wie man mit einem Bindfaden die Welt verändert

Emys-Empfehlung Februar 2013

„Wie man mit einem Bindfaden die Welt verändert“ ist ein Geschichtsbuch.
Nein, nein, nicht so ein Gähn! Langweilig! – Buch mit Zahlen und Daten und Fakten, staubig und trocken und immer schön den Zeigefinger hoch!
Dieses Buch ist ein wenig Ordnung, ein wenig Chaos und ein wenig Zufall, ganz so wie die Geschichte selbst, die, so stellt der Autor des Buches Tim Cooke fest, zwar immer so wohlsortiert und überlegt erscheint, aber oftmals nur aus Zufall gemacht ist.
So konnten im Mittelalter die Bauern nur durch den Zufall „Pest“ vom Feudalismus befreit werden, denn aufgrund der vielen Todesopfer war Arbeitskraft plötzlich sehr gefragt und gut bezahlt.
Und das Volk der Inkas regierte und kontrollierte seine Bevölkerung und dessen Versorgung nicht mit Stift und Papier, sondern mit Hilfe des sogenannten Quipu, einem System aus Fäden und Knoten, einem Code, den garantiert keiner ihrer Feinde knacken konnte.
Diese Geschichte der Inkas übrigens gibt dem Buch, das in fünf große zeitliche Epochen wie Mittelalter oder Industrialisierung eingeteilt ist, seinen Titel.
Und es erzählt nicht nur Geschichte, unterhält mit Anekdoten und bunten Fotos sowie schrägen Collagen. Es regt auch an zum Selbermachen!
Geldschürfen im Sand, Rückwärtsschießen mit Saugnapfpfeilen oder ein eigenes Quipu entwickeln – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und langweilig wird es mit diesem Buch so wirklich nicht. (Andrea Schneider)

Wie man mit einem Bindfaden die Welt verändert, ein Geschichtsbuch - Bloomsbury, Berlin 2012, 96 Seiten, ISBN 978-3-8270-5498-2, 16,90 €, ab 7 Jahren

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