Der Boden als Filter

Experiment des Monats Dezember/ Januar 2015

Das brauchst du für dein Experiment:
Blumentöpfe, Kaffeefilter, Schere, Tinte, Wasser, Gläser, verschiedene Bodenarten

Und so funktioniert dein Experiment
Nehme Dir einen Blumentopf, in den Du unten Filterpapier legst, damit Dir die Erde nicht aus dem Blumentopf herausrieselt. Fülle den Topf mit nicht zu feuchter Blumenerde und befeuchte sie an der Oberfläche mit ein wenig Wasser. Löse Tinte in Wasser auf und gieße die Gartenerde mit der farbigen Flüssigkeit.
Beobachtung: Die farbige Flüssigkeit läuft durch die Erde hindurch und tropft in das Glas, das Du zum Auffangen darunter gestellt hast. Die Flüssigkeit, die Du auffängst ist weniger stark gefärbt, als die Ausgangsflüssigkeit.

Beobachtung & Erklärung
Die im Wasser gelösten Farbstoffteilchen bleiben im Boden „hängen“ und lagern sich an die kleinen Partikel in der Blumenerde an. Das Wasser, das durch den Boden hindurchsickert ist deshalb weniger stark gefärbt. Boden wirkt also als Filter.
Die Filterwirkung von Böden ist unterschiedlich. Du kannst dies ausprobieren, indem Du unterschiedliche Bodenproben in Blumentöpfe füllst und sie jeweils mit derselben Menge Tintenwasser gießt. Anschließend vergleichst Du die Farbstärke der Auffangflüssigkeiten miteinander. Je weniger gefärbt die Flüssigkeit ist, die aus deinem Blumentopf tropft, umso größer ist die Filterwirkung des Bodens.
In unserem Versuch haben wir Sandboden mit Gartenerde verglichen.

Boden kann nicht nur Farbstoffe „festhalten“, sondern auch andere Stoffe. Beispielsweise wird Regenwasser auf seinem Weg durch die verschiedenen Bodenschichten gefiltert, so dass wir sauberes Grundwasser erhalten, das wir als Trinkwasser nutzen.

Ursula Roß-Stitt leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie im Wissenschaftspark Golm.

www.mpimp-golm.de

proWissen e.V. und PotsKids stellen hier zusammen mit Potsdamer Wissenschaftlern verschiedene Experimente vor.

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