Zitronenbatterie

Experiment des Monats Oktober 2014

Für den Versuch brauchst du

  • 5 Zitronen
  • 10 Stücke Kupferdraht
  • 10 Zinkstifte z.B. verzinkte Nägel

wenn die beiden Metallstücke verschmutzt oder rostig sind, musst du sie erst mit Sandpapier abreiben

  • weitere Stücke flexibler Draht
  • 2 Krokodilklemmen
  • 1 Leuchtdiode mit einer Spannung von 1 bis 2 Volt

Durchführung

  • Halbiere die Zitronen und ordne die Hälften in einem Kreis an
  • Stecke je 1 Kupferdraht und 1 Zinkstift in das Fruchtfleisch einer Hälfte, ohne dass die Stifte sich berühren
  • Verbinde mit einem flexiblen Draht den Zinkstift der 1. Zitronenhälfte mit dem Kupferstift der 2., den Zinkstift der 2. mit dem Kupferdraht der 3. Hälfte usw.

Achte darauf, dass die Drähte nicht lose sind.

  • Zum Schluss verbindest du den Kupferdraht der 1. Zitronenhälfte mit dem Pluspol, dem längeren „Beinchen“ der Leuchtdiode, den Zinkstift der 10. Hälfte mit dem Minuspol, dem kurzen „Beinchen“. Nutze hierfür die Krokodilklemmen.

Beobachtung

Die Diode leuchtet schwach auf.

Tipp: Wenn die LED nicht leuchtet, nimm noch zwei Zitronenhälften dazu.

Erklärung

Der Zitronensaft leitet elektrischen Strom. Sobald der Stromkreis geschlossen wird, laufen in der Zitrone chemische Reaktionen ab, bei der Elektronen und Metallionen freigesetzt werden. Weil Zinkatome ihre Elektronen weniger fest an sich binden als Kupferatome, gibt das Zink Elektronen an das Kupfer ab. Der Elektronenfluss ist nichts anderes als Strom. Dieses Prinzip liegt nahezu jeder Batterie zu Grunde.

Dass unterschiedliche Metalle in Verbindung mit einem nassen Element einen schwachen Strom erzeugen können, hat bereits 1880 der italienische Physiker Alessandro Volta festgestellt.

ACHTUNG: Wegen der Metallionen in der Zitrone dürft Ihr sie nach dem Experiment nicht mehr essen oder den Saft trinken!

Die Stromerzeugung funktioniert auch mit anderen Früchten und Gemüse, zum Beispiel mit Äpfeln oder Kartoffeln.

Probier‘ es aus!

Dr. Christine Idler ist Mikrobiologin am Leibniz-Institut für Agrartechnik in Potsdam-Bornim. Sie forscht zu Mikroorganismen in der Landwirtschaft. Solchen, die beispielsweise wichtig sind für die Konservierung von Futtermitteln, aber auch zu solchen, die diese verderben lassen, wie Schimmelpilze.

http://www.atb-potsdam.de/

proWissen e.V. und PotsKids stellen hier zusammen mit Potsdamer Wissenschaftlern verschiedene Experimente vor.

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