Warum fallen die Blätter von den Bäumen? [Emil, 4 Jahre]

Nicht alle Bäume verlieren im Herbst ihre Blätter. Diejenigen, die ihre Blätter abwerfen, verhindern damit in trockenen Zeiten, dass zu viel Wasser über die Blätter an die Luft abgegeben wird, also verdunstet. Besonders im Winter ist das für viele Bäume und Sträucher ein Problem, da sie dann weniger Regen über die Wurzeln aufnehmen können, als sie über die Blätter verlieren würden. Bevor die Blätter abfallen, werden viele wertvolle Nährstoffe aus ihnen in den Baum und die Wurzeln zurück transportiert, wie z.B. der grüne Blattfarbstoff. Die Blätter werden dann meist gelb oder orange und es bildet sich an der Stelle, wo das Blatt am Zweig sitzt ein kleiner, wasserundurchlässiger Pfropfen – ähnlich einem Korken. Somit gelangt kein Wasser mehr vom Baum in das Blatt und es fällt nach einiger Zeit im Herbst vom Baum. Wenn es vom Wind nicht weggeblasen wird, verfault es unter dem Baum und in einem Kreislauf können die zusätzlich freiwerdenden Nährstoffe dann wieder von den Wurzeln des Baumes aufgenommen werden. Diese Nährstoffe kann der Baum gut gebrauchen um im nächsten Frühling, wenn wieder ausreichend Regen fällt, neue Blätter zu bilden.


Dr. Thomas Leya ist Biologe und kultiviert und erforscht kälteliebende Algen, die sogenannten Schnee- und Permafrostalgen. Am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie - Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse (IZI-BB) entwickeln wir mit Hilfe dieser Algen für den Menschen nutzbare Produkte.

www.izi.fraunhofer.de

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