Warum kleben Klebezettel? [Lennox, 5 Jahre]

Damit die Notizzettel kleben, muss auf der Rückseite ein spezieller Kleber (Haftklebstoff) aufgebracht werden, meist in Form eines schmalen Streifens. Dieser Kleber darf nicht zu stark sein, denn schließlich sollen die Zettel auch wieder einfach und spurlos entfernt werden können. Er muss aber stark genug sein, damit die Notizen durch leichtes Andrücken mehrfach haften. Rein chemisch gesehen, sind die Haftklebstoffe besondere Klebstoffe, die nicht hart werden. Sie verändern sich auch nicht während des Verklebens, anders als z.B. der Kleber im Klebestift. Für schwierige Klebeaufgaben, also z.B. bei einem unebenen oder rauen Untergrund, muss ein anderer Kleber verwendet werden. Dabei müssen Klebstoff und Härter bis zur Anwendung getrennt sein. Das ist z.B. durch Mikroverkapselung möglich: Durch Andrücken und leichtes Reiben brechen die kleinen Kapseln auf, Klebstoff und Härter werden freigesetzt und reagieren miteinander (chemische Reaktion), das Papier haftet auf dem Untergrund. Der Klebezettel ist weltweit – vor allem in Büros – verbreitet. Er klebt fast überall, aber am besten auf glatten Oberflächen. Erfunden wurde der Klebezettel übrigens in den 1970er Jahren in den USA.


Dipl.-Ing. Monika Jobmann leitet die Abteilung Mikroverkapselung/Partikelanwendungen am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm.

www.iap.fraunhofer.de

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