Einladung zum Pressegespräch

Information 41/2020
Brandenburger Spitzenforschung live: Soft-Roboter, im Labyrinth des Herzens und vergängliche Kunststoffe
Brandenburgs Forschungsministerin Manja Schüle im Pressegespräch mit Professor Andreas Lendlein und Dr. Simone Leinkauf in Potsdam

Das Pressegespräch zwischen Brandenburgs Forschungsministerin Manja Schüle und der Wissenschaft thematisiert insbesondere das Zusammenwirken von Grundlagenforschung und Translationsprojekten am Teltower Institut für Biomaterialforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Hierzu sind am 23. September Medienvertreter herzlich eingeladen und können ihre Fragen direkt an die Beteiligten richten.

Das Gespräch findet anlässlich der Präsentation der Cubus-Installation „Internationale Spitzenforschung aus Brandenburg“ statt. Der Cubus steht für die Jubiläumsausstellung zum Tag der Deutschen Einheit noch bis zum 5. Oktober 2020 auf dem Alten Markt in Potsdam. Das Exponat mit spektakulären Hologrammen wurde in Zusammenarbeit mit proWissen Potsdam e.V. entwickelt. Der Cubus und die begleitende Homepage ermöglichen ganz besondere Einblicke in die Forschung in Teltow, da der Betrachter unter anderem mit Hilfe von 360-Grad-Filmen zum Besucher der Labore wird.

Darin werden unter anderem Entwicklungen zu künstlichen Muskeln für Soft-Roboter gezeigt oder erläutert, wie die Lebensdauer von Kunstoffen vorhergesagt werden kann. Diese innovativen Materialien mit ganz besonderen Funktionen erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut für Biomaterialforschung in Teltow unter der Leitung von Professor Andreas Lendlein.

Ihre Forschungsarbeiten für den Menschen und eine nachhaltige Zukunft präsentieren die Helmholtz-Wissenschaftler aus Teltow am 23. September direkt vor dem Cubus zusätzlich mit Hilfe von Live-Experimenten.

Dr. Simone Leinkauf, Geschäftsführerin von proWissen Potsdam e.V., berichtet über die Arbeit des gemeinnützigen Vereins zur Vernetzung zwischen Gesellschaft und Wissenschaft in der Region Potsdam.

Wann und wo:

  • 23. September 2020, 9:00 Uhr – 11:00 Uhr
  • Cubus „Internationale Spitzenforschung aus Brandenburg“, am Alten Markt in Potsdam

Wer:

  • Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

wird von 9:00 – 9:30 Uhr vor Ort sein!

  • Prof. Andreas Lendlein, Leiter des Instituts für Biomaterialforschung /Campus Teltow
  • Dr. Simone Leinkauf, Geschäftsführerin proWissen Potsdam e.V.
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Biomaterialforschung /Campus Teltow

Was:

  • Science-Talk mit Wissenschaft und Politik am Alten Markt in Potsdam
  • Live-Experimente und zusätzliche Exponate

Anmeldung

  • Anmeldung erbeten bis zum 22.09.2020
  • Entweder per E-Mail: presse@hzg.de oder telefonisch: 04152 – 87 1677

Weitere Informationen:

DIE THEMEN:

Künstliche Kakteen und synthetische Muskeln

Die Natur dient der Wissenschaft als Vorbild: Die Biomaterialforschung in Teltow lässt sich von Kakteen und Kletterpflanzen des Regenwaldes für selbstständig bewegende und wachsende Polymer-Materialien inspirieren. Diese Kunststoffe sollen später als künstliche Muskeln in sogenannten Soft-Robotern eingesetzt werden, die aus weichen Materialien bestehen.

Lebensdauer von Kunststoffen vorhersagen

Ein nachhaltiger Ressourceneinsatz kann durch einen ausgewogenen Produktlebenszyklus erzielt werden. Dabei ist es entscheidend, Lebensdauer und Langzeitverhalten der Materialien zu kennen. Die Biomaterialforschung in Teltow hat eine Methode geschaffen, das Langzeitverhalten von Kunststoffen durch schnelle Untersuchungen an ultradünnen Schichten in Kombination mit computerunterstützten Modellen vorherzusagen. So können zum Beispiel Abbauverhalten und -dauer von Bioplastik innerhalb weniger Stunden – anstelle von Monaten oder Jahren – ermittelt werden.

Durch das Labyrinth des Herzens

In der Kardiologie werden Katheter eingesetzt, um Herzerkrankungen minimalinvasiv zu diagnostizieren und zu behandeln. Mithilfe der Biomaterialforschung in Teltow können Herzspezialisten heute beispielsweise individuelle 3D-Modelle von Patientenherzen drucken, um komplexe Eingriffe exakt planen und trainieren zu können. Defekte Herzklappen können so mit kleinen klammerförmigen Implantaten repariert werden, ohne die ganze Herzklappe ersetzen zu müssen.

https://campus-teltow.hzg.de/

proWissen Potsdam e.V.
www.prowissen-potsdam.de

Pressekontakt
Andrea Jacob
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
WIS im Bildungsforum
Am Kanal 47
14467 Potsdam
E-Mail: jacob@prowissen-potsdam.de

proWissen Potsdam e.V.

ProWissen Potsdam e.V. hat ein dynamisches und vielfältiges Programm von einmaligen Aktionen über langfristige Projekte bis hin zu regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen rund um das Thema …
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