Stereotypen, Klischees, Feindbilder & Co.

Information 50/2020
Online-Vortrag

Am Samstag, den 14. November um 11 Uhr, präsentiert der Verein proWissen Potsdam, aufgrund der Schließung der Wissenschaftsetage für die Öffentlichkeit, seine beliebte Samstags-Vortragsreihe „Potsdamer Köpfe“ erstmals digital als Livestream über Zoom. Zu Gast sind Prof. Dr. Eva Kimminich und Prof. Dr. Marie Schrörer, Universität Potsdam, und sprechen über Stereotypen, Klischees, Feindbilder und Co. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich unter: altenhoener@prowissen-potsdam.de oder telefonisch unter: 0331.9774593.

Fotos v. r. n. l.: Prof. Dr. Eva Kimminich © Thomas Roese und Prof. Dr. Marie Schröer © privat

In unserer Kultur gibt es eine Vielfalt an traditionellen Figuren, die bestimmen, wie wir unsere Mitmenschen wahrnehmen, nationale und ethnische (soziale) Stereotypen, Berufsstereotypen, Geschlechterstereotypen oder aber die in jeder Kultur einsetzbare Figur des Barbaren. Sie alle basieren auf Konzepten, die unser Verhalten beeinflussen. Jeder von uns kann Gegenstand einer Stereotypisierung werden und leidet darunter. Prof. Dr. Eva Kimminich und Prof. Dr. Marie Schrörer, Institut für Romanistik an der Universität Potsdam, Kulturen romanischer Länder, skizzieren im Vortrag die Entstehung und Notwendigkeit von Stereotypen, ihre Beharrlichkeit und vor allem die mit ihnen verbundenen Gefahren, wenn aus ihnen Feindbilder werden.

Eva Kimminich studierte Romanistik, Kunstgeschichte, Volkskunde und Ethnologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Nach einem zweijährigen Studienaufenthalt in Florenz wurde sie 1984 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert. Sie wurde mit mehreren von der DFG geförderten Forschungsprojekten betraut. 1993 habilitierte sie sich im Rahmen eines zweijährigen DFG-Stipendiums mit einer kollektiven Reformulierungstheorie am Beispiel des zensierten Chansons des 19. Jahrhunderts und erhielt ihre Venia Legendi für Romanische Philologie. Seitdem lehrte und forschte sie an den Universitäten Chemnitz-Zwickau, Kassel, Bayreuth, Berlin und Freiburg. 2010 wurde Kimminich an die Universität Potsdam berufen. Im Rahmen von Forschungsprojekten und interdisziplinären Fachkonferenzen greift sie aktuelle soziokulturelle Phänomene und Fragstellungen auf, um sie aus verschiedenen, insbesondere kultursemiotischen Perspektiven zu beleuchten.

Marie Schröer ist Kultur- und Literaturwissenschaftlerin mit semiotischem Schwerpunkt. Nach dem ersten Staatsexamen hat sie sich in ihrer Dissertation mit französischsprachigen autobiografischen Comics beschäftigt. Sie ist Mitorganisatorin des Berliner Comic-Kolloquiums, freie Kultur-Journalistin und gehört verschiedenen Comic- und Literatur-Jurys an. Schröer lehrt, forscht und publiziert zu kultur- und literatursemiotischen Aspekten von Bild-Text-Narrativen, Kulinaristik und politischer Gegenwartsliteratur. Von Herbst 2017 bis Frühjahr 2020 war sie akademische Mitarbeiterin an der Universität Koblenz-Landau. Seit Juni 2020 ist sie Juniorprofessorin für Kultursemiotik und Kulturen romanischer Länder an der Universität Potsdam.

In der Vortragsreihe Potsdamer Köpfe in der Wissenschaftsetage erfahren die Gäste Aktuelles und Spannendes aus Wissenschaft und Forschung und schauen den Expertinnen und Experten aller Disziplinen bei ihrer Arbeit über die Schulter.

14.11.2020 | 11:00 – 12:00 Uhr
Online-Vortrag über Zoom
Anmeldung erforderlich unter: altenhoener@prowissen-potsdam.de
Weitere Infos unter: www.wis-potsdam.de

Pressekontakt
Andrea Jacob
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
WIS im Bildungsforum
Am Kanal 47
14467 Potsdam
E-Mail: jacob@prowissen-potsdam.de

proWissen Potsdam e.V.

ProWissen Potsdam e.V. hat ein dynamisches und vielfältiges Programm von einmaligen Aktionen über langfristige Projekte bis hin zu regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen rund um das Thema …
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