Veranstaltungsreihe „Wegmarken Potsdamer Demokratie“

06. Sep. 2021 - 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr

„Militär. Schrift. Steller. – Fontane, die bewaffnete Macht und die zeitgenössischen Kriege“

Vortrag von Oberstleutnant Dr. Harald Potempa, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)

Foto: Oberstleutnant Dr. Harald Potempa © ZMSBw

Theodor Fontane (1819–1898) ein Militärschriftsteller? Der gelernte Apotheker ist eher für seine Romane wie „Effi Briest“ oder „Der Stechlin“, Gedichte wie „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ oder die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ bekannt als für seine militärhistorischen Schriften. Dabei interessierte sich Fontane, der selbst als Einjährig-Freiwilliger 1844 gedient hatte, sein Leben lang für Schlachtfelder, Militär und Krieg. Das Militärische spielt im Gesamtwerk des Journalisten, Redakteurs, Romanciers und Dichters eine wichtige Rolle.

Fontane schrieb insgesamt 17 Romane, Erzählungen und Novellen. In elf von ihnen sind Soldaten, besonders Offiziere, die Haupt- oder wichtige Nebenfiguren. Seine Gedichte thematisieren zahlreiche militärische Ereignisse auf mehreren Kontinenten und seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ schildern oft genug Schlachtfelder.

Wenig Beachtung finden allerdings Fontanes insgesamt sieben Werke über die sogenannten Reichseinigungskriege von 1864, 1866 und 1870/71. Dabei arbeitete er insgesamt zwölf Jahre daran. Fontane-Biografien verweisen jedoch meist nur knapp auf die rund 4.000 Druckseiten. Dabei lohnt es sich durchaus nachzuforschen, welchen Stellenwert das Militär im Werk Fontanes einnahm. Welche Entwicklungen gab es dabei? Wie berichtete er von den Kriegen?

Anmeldung erforderlich unter: jacob@prowissen-potsdam.de

WIS ǀ 4. OG

Eintritt frei

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