Wegmarken Potsdamer Demokratie

Information 12/2020
Potsdam 14. April 1945: Bomben und Psychotraumata

Am Donnerstag, den 27. Februar 2020 um 18 Uhr, sind Oberstleutnant Dr. Harald F. Potempa und Dipl.-Pädagogin Katrin Hentschel, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), zu Gast in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums Potsdam. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wegmarken Potsdamer Demokratie“ beleuchten sie im Vortrag „Potsdam 14. April 1945: Bomben und Psychotraumata“ die Ereignisse aus militärhistorischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive.

Foto: OTL Dr. Harald F. Potempa und Dipl.-Pädagogin Katrin Hentschel © ZMSBw

Ein nächtlicher Bombenangriff vernichtete kurz vor Kriegsende beträchtliche Teile der Potsdamer Innenstadt. Mehr als 1.500 Menschen starben, zehntausende wurden obdachlos. Die Kriegszerstörungen waren noch lange sichtbar: Städte, Infrastrukturen und Versorgungseinrichtungen. Die Bilder haben sich bis in die Gegenwart erhalten und mahnen. Aber welche Erinnerungen, Erlebnisse, Bilder dieser Zerstörung sind bei den Überlebenden dieser Kriegs- und Nachkriegszeit heute noch präsent und welche Auswirkungen haben die Erlebnisse auf die weitere Entwicklung gehabt? Was bedeutet es, wenn „Bombenhagel“, „Flucht“ und „Feuersturm“ seit mehr als 70 Jahren nicht enden und die grausamen (Zerstörungs-)Bilder auch heute noch wiederkehren, in Träumen oder plötzlich und unerwartet - und die Wirkung dieser Bilder ebenso heftig wie vor über 70 Jahren ist? Welche Luftkriegsstrategien standen hinter diesen Angriffen? Waren sie erfolgreich? Antworten darauf geben die Experten am 27. Februar im Vortrag.

Oberstleutnant Dr. Harald F. Potempa ist seit 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Pressestabsoffizier im Bereich Medien des ZMSBw.

Dipl.-Pädagogin Katrin Hentschel ist seit 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und stellvertretende Pressereferentin des ZMSBw.

Wegmarken Potsdamer Demokratie – Zäsuren deutscher Geschichte: Im Kontext der Veranstaltungen zum 1025. Geburtstag Potsdams hat sich bereits im Jahr 2017 eine Arbeitsgruppe formiert, die Veranstaltungen zu wichtigen historischen Zäsuren organisierte. Die unterschiedlichen Formate – Führungen, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Ausstellungen und Vorträge – wurden unter dem Titel „Wegmarken Potsdamer Demokratie“ zusammengefasst und kommuniziert. Die Veranstaltungsreihe beleuchtet 2020 unter anderem die 75. Jahrestage zum Kriegsende, die Potsdamer Konferenz und die Atombombeneinsätze, aber auch den 335. Jahrestag des berühmten Toleranzediktes sowie den 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands und der damit verbundenen Neubildung des Landes Brandenburg mit Potsdam als Landeshauptstadt.

| 27.02.2020 | 18:00 – 19:30 Uhr
| Wissenschaftsetage | WIS | 4. OG | Raum Volmer
| Eintritt: frei

Pressekontakt
Andrea Jacob
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
WIS im Bildungsforum
Am Kanal 47
14467 Potsdam
E-Mail: jacob@prowissen-potsdam.de
Telefon: 0331 977 4592

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