Wissenschafts-Filmfest 2012

Erlebniswelt Kino: Tiefgängige Filme für Wissbegierige

Eine Kooperation von Wissenschaft im Dialog gGmbH, proWissen Potsdam e.V. und Filmmuseum Potsdam unterstützt von der Robert-Bosch-Stiftung
Ort: Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1a/ Marstall, 14467 Potsdam
Kartenreservierung: 0331-27181-12
Zeit: Montag, 12. November – Donnerstag, 15. November, täglich 10 Uhr und/oder 20 Uhr
Eintritt: vormittags: 2,50 € pro SchülerIn, abends: 6,00 € ermäßigt 5,00 €
Anmeldung von Gruppen unter Telefon: 0331-27181-12

Montag, 12. November 10:00 Uhr

Kriegerin, Deutschland 2011, Spielfilm, 103 Minuten

geeignet ab Klassenstufe 8
Unterrichtsfächer: Politik, Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, Ethik, Religion

Sommer in einer Kleinstadt irgendwo im Osten. Marisa ist jung, weiblich und ein Neonazi. Für sie läuft gerade alles schief. Ihr Freund wird verhaftet, ein neues Mädchen taucht in ihrer Clique auf und sie gerät mit zwei jungen Ausländern aneinander. Marisas Hass treibt sie so weit, dass sie die beiden mit ihrem Auto von der Straße rammt. Durch diese Tat setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihr Leben auf den Kopf stellen.

Prof. Dr. Wilfried Schubarth lehrt seit 2003 als Erziehungswissenschaftler und Bildungsforscher an der Universität Postdam. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Jugend-, Bildungs- und Hochschulforschung, insbesondere Gewalt- und Rechtsextremismus sowie Lehrerbildung. Darüber ist er in verschiedenen landesweiten Gremien vertreten, so u.a. am Runden Tisch "Werteerziehung" und im Landespräventionsrat.

Nach dem Film besteht die Möglichkeit, Prof. Dr. Wilfried Schubarth Fragen zum Film und das Thema Rechtsradikalismus und Jugend zu stellen. Eine Seminargruppe künftiger Lehrerinnen und Lehrer, die sich in ihrem Studium mit dem Thema "Rechtsradikalismus und Schule" auseinander setzen, steht in der Veranstaltung ebenfalls für ein Gespräch bereit.


Dienstag, 13. November 10:00 Uhr und Donnerstag, 15.11. 20:00 Uhr

Der große Crash - Margin Call, USA 2011, Spielfilm, 109 Minuten

Freigegeben ab 6 Jahren, geeignet ab Klassenstufe 9
Unterrichtsfächer: Sozialkunde, Politik, Wirtschaft, Religion, Ethik

Herbst 2008, Wall Street: In einer großen New Yorker Investmentbank liegen die Nerven blank. Nach einer Massenentlassung am Morgen entdeckt die Rechnungsabteilung ein gewaltiges Finanzleck: Der durch den Besitz toxischer Optionspapiere drohende Verlust übersteigt bei weitem das Firmenkapital. Mitten in der Nacht wird eine Krisensitzung einberufen. Ohne Rücksicht auf finanzielle Verluste der betrogenen Kunden und den Ruf der eigenen Firma wird der Verkauf angeordnet. Eine Entscheidung, die den bisher größten Finanzcrash der Geschichte auslösen wird.

Hagen Sinodoru wurde 1964 in Berlin geboren, ist MBA Anglia Ruskin University Cambridge und Diplom Betriebswirt an der Hochschule für Wirtschaft Berlin.

Herr Sinodoru arbeitete als Gastprofessor an der Staatlichen Universität St. Petersburg FINEC, er hat die Geschäftsführung der Solution Sales (www.sinodoru.com) und ist Moderator, Trainer, Vertriebsschulungen, Lehrbeauftragter.

Selbständig seit 2009, davor Director Deutsche Bank Frankfurt / London / New York und Director Bankgesellschaft Berlin / London
Website:


Mittwoch, 14. November, 10:00 Uhr

WE FEED THE WORLD, Östereich 2005, Dok., 95 Minuten

geeignet ab Klassenstufe 7

Unterrichtsfächer: Geographie, Sozialkunde, Ethik, Religion, Philosophie, Politik, Biologie

Mit WE FEED THE WORLD – ESSEN GLOBAL hat sich Erwin Wagenhofer auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie hat ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, Brasilien und zurück nach Österreich geführt. Roter Faden ist ein Interview mit Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. WE FEED THE WORLD – ESSEN GLOBAL ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse – ein Film über den Mangel im Überfluss. Er gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat. Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern und Fernfahrern auch Jean Ziegler und der Produktionsleiter von Pioneer Rumänien sowie Peter Brabeck, Konzernchef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt.

Dr. Gisela Olias wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur nahm sie ein Studium der Biologie auf, welches sie 1993 mit dem Diplom an der Universität Hamburg abschloss. Es folgte eine Doktorarbeit am Universitätskrankenhaus Hamburg Eppendorf über molekulare Ursachen des Diabetes insipidus, die sie 1997 mit der Promotion zum Dr. rer. nat. mit der Note „sehr gut“ beendete. Sie setzte ihre wissenschaftlichen Arbeiten an der University of Alabama at Birmingham, USA fort. Nach einem Jahr als „post doc“, entschloss sie sich, sich auf das Gebiet der Wissenschaftskommunikation zu spezialisieren und setzte ihre Karriere als Mitarbeiterin beim Springer-Verlag Heidelberg fort. Danach folgte ein Aufenthalt an der Open University, Milton Keynes, England, wo sie als „project officer“ Lern- und Lehrmaterial produzierte. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland und der Geburt ihres Sohnes, nahm sie 2001 eine Teilzeittätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke auf, wo sie seitdem beschäftigt ist. Seit Anfang 2005 leitet sie das Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.


Donnerstag, 15. November, 10:00 Uhr

Sunshine, USA, GB, 2007

Freigegeben ab 12 Jahren, geeignet ab Klassenstufe 10
Unterrichtsfächer: Physik, Biologie, Geographie und Religion/Ethik

Im Jahre 2057 geht auf der Erde das Licht aus: Eine rätselhafte, hoch stabile Materie stoppt die Kernfusion in der Sonne. Und damit den Prozess, durch den sie Energie freisetzt und so erst Leben auf unserem Planeten möglich macht. Alle Hoffnung ruht nun auf der Mission des Raumschiffs Icarus II: Es soll mit einer gewaltigen Nuklearbombe die Sonne wieder „zünden“. Unterwegs fängt die Crew einen Funkspruch von Icarus I auf, die seit sieben Jahren verschollen ist. Die Astronauten steuern das Wrack an – eine Entscheidung, die die Mission an den Rand des Scheiterns bringt.

Dr. rer. nat. Alexander Warmuth arbeitet am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) An der Sternwarte 16


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