NAKO-Studienzentrum Berlin-Süd/Brandenburg begrüßt 10.000. Teilnehmer

► Das NAKO-Team begrüßte am 18. März 2019 den 10.000. Teilnehmer. (Foto: DIfE)

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Eine Pressemitteilung aus der Leibniz-Gemeinschaft

19. März 2019

NAKO-Studienzentrum Berlin-Süd/Brandenburg begrüßt 10.000. Teilnehmer

Deutschlands größte Gesundheitsstudie geht mit dem 10.000. Teilnehmer nun auch im Süden Berlins in die zweite Runde. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach vier Jahren unser Rekrutierungsziel erreicht haben und im April mit den Folgeuntersuchungen starten können“, sagt Dr. Sylvia Gastell, Leiterin des vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) betriebenen NAKO-Studienzentrums in Berlin-Steglitz. Die Phase der Zweituntersuchung wird hier bis Ende 2022 reichen.

An der NAKO Gesundheitsstudie sollen bundesweit insgesamt 200.000 zufällig ausgewählte Probandinnen und Probanden im Alter von 20 bis 69 Jahren teilnehmen. Sie werden umfassend untersucht und bis zu 30 Jahre lang nachbeobachtet. Ziel der Studie ist es, die Ursachen typischer Volkskrankheiten wie Krebs, Demenz und Diabetes zu erforschen, um neue Präventions- und Behandlungsstrategien zu entwickeln. Neben dem Steglitzer Studienzentrum gibt es in Berlin noch zwei weitere Untersuchungszentren in Berlin-Mitte und Berlin-Nord, die ebenfalls je 10.000 Teilnehmer rekrutieren.

Expertise für Ernährungsverhalten und körperliche Aktivität

Das DIfE betreibt das für Berlin-Süd und Brandenburg stehende Studienzentrum auf dem Campus Benjamin Franklin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Es hat eine führende Rolle für die Untersuchungsmodule, die das Ernährungsverhalten und die körperliche Aktivität erfassen. Das DIfE entwickelte dafür bereits in der Pilotphase entsprechende Erhebungsinstrumente und statistische Analysemethoden. In der Hauptphase trägt es für diese Themenbereiche die Verantwortung und leitet die entsprechenden Experten- und Kompetenzgruppen.

NAKO-Untersuchungsprogramm

Den 10.000. Teilnehmer, Daniel Kühl, begrüßte das NAKO-Team in Steglitz gestern am 18. März 2018. „Ich habe mich ohne zu zögern für eine Teilnahme entschieden und werde ganz sicher zu der Folgeuntersuchung wieder dabei sein“, erklärt Kühl. Er sei gespannt auf die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen, die das speziell geschulte Fachpersonal mit ihm durchführen wird. Die Erstuntersuchung dauert etwa drei bis fünf Stunden. Die Teilnehmenden müssen Blut-, Urin- und Stuhlproben abgeben, werden umfangreich untersucht und zu ihrer Lebensweise befragt. Eine zufällig ausgewählte Gruppe erhält zudem ein erweitertes Programm, das u.a. eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und des Bauchfetts, einen Fitnesstest, Hör- und Riechtests, eine Augenuntersuchung und ein Ganzkörper-MRT umfasst.

SAVE THE DATE

NAKO Gesundheitsstudie – Auftakt zu den Folgeuntersuchungen

Am Dienstag, den 21. Mai 2019 hält Frau Dr. Sylvia Gastell anlässlich des erreichten Etappenziels des NAKO-Studienzentrums Berlin Süd/Brandenburg einen Vortrag. Dabei wird es auch über die besondere Rolle des DIfE in der NAKO Gesundheitsstudie gehen.

Beginn: 13 Uhr
Ort: DIfE, Großes Konferenzzentrum
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal

Anfahrtsbeschreibung

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Bitte melden Sie sich bis zum 14. Mai 2019 unter presse@dife.de oder Tel: 033200 88 2335 an.

Hintergrundinformationen

NAKO Gesundheitsstudie - Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft

Seit 2014 werden in der NAKO Gesundheitsstudie zufällig aus den Melderegistern gezogene Männer und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren bundesweit in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Ziel ist es, chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Infektionen und Depression genauer zu erforschen, um Prävention, Früherkennung und Behandlung dieser in der Bevölkerung weit verbreiteten Krankheiten zu verbessern. Das multizentrische Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, den beteiligten Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Initiiert wurde die großangelegte Studie, durch die Leibniz-Gemeinschaft, Universitäten, die Helmholtz-Gemeinschaft und Einrichtungen der Ressortforschung.

Literatur: German National Cohort (GNC) Consortium. The German National Cohort: aims, study design and organization. Eur J Epidemiol (2014); 29:371

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsassoziierter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Ursachen und Folgen des metabolischen Syndroms, einer Kombination aus Adipositas (Fettsucht), Hypertonie (Bluthochdruck), Insulinresistenz und Fettstoffwechselstörung, die Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern sowie die biologischen Grundlagen von Nahrungsauswahl und Ernährungsverhalten. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).

Pressekontakte

Dr. Sylvia Gastell
Leiterin des NAKO-Studienzentrums Berlin-Süd/Brandenburg
Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Tel.: 030 2062184-4002
E-Mail: Sylvia.Gastell@dife.de

Sonja Schäche
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Tel.: 033200 88-2278
E-Mail: sonja.schaeche@dife.de / presse@dife.de

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat die Aufgabe, experimentelle und angewandte Forschung auf dem Gebiet Ernährung und Gesundheit zu betreiben. Die Grundlagen …
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