Henriette Herz-Hackathons – Universität Potsdam erhält Preis für innovatives Rekrutierungskonzept

Für ihr Konzept „Henriette Herz-Hackathons. Ein agiles Scouting- und Branding-Instrument für die Digital Humanities-Rekrutierung an Hochschulen“ erhält die Universität Potsdam den Henriette Herz-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Mit dem einmalig an acht deutsche Forschungseinrichtungen verliehenen Preis, der das neu entwickelte Henriette Herz-Scouting-Programm der Stiftung flankiert, sollen Universitäten in Deutschland bei der Entwicklung von Konzepten für die strategische Gewinnung herausragender internationaler Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterstützt werden. Erarbeitet wurde das Potsdamer Konzept vom Netzwerk für Digitale Geisteswissenschaften der Universität. Dank des mit 125.000 EUR dotierten Henriette Herz-Preises wird das Netzwerk nun in einem Pilotprojekt das Format des Hackathons als innovatives Instrument zur aktiven Rekrutierung im internationalen Kontext erproben.

Mit den Digital Humanities hat sich in den vergangenen Jahren weltweit ein hochdynamisches interdisziplinäres Feld zwischen Geisteswissenschaften und Informatik herausgebildet, das erhebliche Herausforderungen für die Personalgewinnung mit sich bringt. „Hackathons können hier ein ebenso kreatives wie innovatives Instrument sein, um internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für eine Hochschule zu interessieren und, wenn möglich, langfristig zu gewinnen“, sagt Prof. Dr. Peer Trilcke, einer der beiden Sprecher des Netzwerks für Digitale Geisteswissenschaften an der Universität Potsdam.
Von Unternehmen werden Hackathons bereits seit einiger Zeit als Instrument der aktiven Rekrutierung eingesetzt. In der Forschung und Lehre der Digital Humanities entwickeln sie sich derzeit zu einem agilen Unconference-Format, in dem es um die teambasierte, häufig multidisziplinäre Bearbeitung komplexer Fragestellungen und Datenbestände oder auch um die Erarbeitung von Prototypen geht. Im Pilotprojekt soll ausgelotet werden, wie sich diese beiden Trends verbinden lassen. „Dazu werden wir internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nach Potsdam einladen, um jeweils in themen- und interessenspezifisch Teams digitale Forschungsansätze, Lösungsstrategien und Prototypen zu entwickeln und zu diskutieren“, erläutert Prof. Dr. Birgit Schneider, ebenfalls Sprecherin des Potsdamer Netzwerks. Im Sinne der Internationalisierungsstrategie der Universität Potsdam sollen sich die Hackathons jeweils globalen Themen widmen, etwa dem Digital Cultural Heritage oder den „Digital Enviromental Humanites“.

Mit dem Henriette Herz-Preis prämiert die Alexander von Humboldt-Stiftung einmalig innovative Pilotprojekte zur aktiven Rekrutierung von herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus dem Ausland. Der Preis soll auf das neue Henriette Herz-Scouting-Programm aufmerksam machen und dazu beitragen, Instrumente der aktiven Rekrutierung in Deutschland bekannter zu machen. Das 2020 ins Leben gerufene Henriette-Herz-Scouting-Programm bietet einen neuen Zugang zum Humboldt-Forschungsstipendium. Forschende deutscher Einrichtungen können sich im Rahmen dieses Programms bei der Alexander von Humboldt Stiftung als Scouts bewerben: Einmal ausgewählte Scouts haben dann die Möglichkeit, bis zu drei herausragende internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für Humboldt-Forschungsstipendien vorzuschlagen.

Weitere Informationen:
Website zu den Henriette Herz-Hackathons des Potsdamer Netzwerks für Digitale Geisteswissenschaften: https://www.uni-potsdam.de/de/digital-humanities/aktivitaeten/henriette-...
Pressemitteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung zur Preisvergabe: https://www.humboldt-foundation.de/entdecken/newsroom/henriette-herz-pre...
Informationen zum Henriette Herz-Scouting-Programm: https://www.humboldt-foundation.de/bewerben/foerderprogramme/henriette-h...

Kontakt:
Prof. Dr. Peer Trilcke, Netzwerk für Digitale Geisteswissenschaften / Institut für Germanistik, Tel.: 0331 20139-6, E-Mail: trilcke@uni-potsdam.de
Prof. Dr. Birgit Schneider, Netzwerk für Digitale Geisteswissenschaften / Institut für Künste und Medien, Tel. 0331 977-1873, E-Mail: birgit.schneider@uni-potsdam.de

Medieninformation 10-11-2020 / Nr. 108
Peer Trilcke / Matthias Zimmermann

Universität Potsdam
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