Preise für den wissenschaftlichen Nachwuchs beim 23. Leibniz-Kolleg Potsdam

„Fit in die Zukunft“ ist das Thema des diesjährigen Leibniz-Kollegs, das heute an der Universität Potsdam stattfindet. In seinem Hauptvortrag widmet sich der niederländische Gesundheitsforscher Prof. Dr. Willem van Mechelen körperlichem Aktivitätsverhalten. Traditionell bietet das Leibniz-Kolleg den festlichen Rahmen für die Verleihung des Publikationspreises an junge Forschende in der Mathematik und den Naturwissenschaften sowie des Sonderpreises für herausragende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Grundlagen von Livestyle Intention in Berlin und Brandenburg.

Der Publikationspreis wird in diesem Jahr geteilt und geht an Dr. Ronja Reese und Dr. Ingmar Nitze. Ronja Reese erhält die Auszeichnung für ihre exzellenten Arbeiten zur Rolle der Schelfeise beim Meeresspiegelanstieg. Schelfeise sind große Eismassen, die auf dem Meer schwimmend mit Gletscherzügen verbunden sind, von denen sie gespeist werden. Besonders überzeugt hat die Jury sowohl die methodische Breite als auch die analytische Tiefe des Vorgehens der Forscherin. Es reicht von der Beteiligung an der Datenerhebung vor Ort bis zur umfassenden mathematischen Modellierung und theoretischen Durchdringung der Phänomene beim Eisfluss. Ronja Reese ist Postdoc am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
Dr. Ingmar Nitze wird für seine herausragenden Studien zu Einflüssen des Klimawandels auf Permafrost-Ökosysteme ausgezeichnet. Die Jury beeindruckt, dass seine Forschungen weit über das engere Fachgebiet hinauswirken und benachbarte Disziplinen befruchten. Der Preisträger entwickelte Verfahren, um in Satellitendaten die spektralen und temporalen Signaturen von Veränderungen der Landoberflächen zu identifizieren und mit Vorgängen im Permafrost in Verbindung zu bringen. Ingmar Nitze ist Postdoc am Alfred-Wegener-Institut Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung.
Der jeweils mit 2.500 Euro dotierte Publikationspreis geht an derzeitige oder ehemalige Doktorandinnen und Doktoranden der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam. Sie erhalten die Auszeichnung für ihre in Potsdam erzielten bedeutenden wissenschaftlichen Leistungen, die sie in anerkannten Zeitschriften publiziert haben. Den ebenfalls geteilten Sonderpreis erhalten Dr. Falk Mersmann und PD Dr. Ina Danquah. Falk Mersmann wird für seine Forschungen auf dem Gebiet der Biomechanik ausgezeichnet. Er beschäftigt sich insbesondere mit Muskel- und Sehnenanpassung und publizierte seine Forschungsergebnisse in anerkannten Zeitschriften mit physiologischer, sportmechanischer und biomechanischer Ausrichtung. Falk Mersmann arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin.
Ina Danquah hat eine große Zahl von Publikationen in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht. Ihre wissenschaftlichen Ergebnisse flossen in ein Konzept zur Ernährungsmodifikation bei ghanaischen Erwachsenen ein, das von ihr erfolgreich in Berlin getestet wurde. Die Jury hebt ihre Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Ernährungsepidemiologie bei afrikanischen Bevölkerungsgruppen hervor. Ina Danquah leitet die Arbeitsgruppe „Type-2-Diabetes bei afrikanischen Bevölkerungsgruppen“ am Deutschen Institut für Ernährungsforschung und ist Gastwissenschaftlerin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin.
Der mit jeweils 2.500 Euro dotierte Sonderpreis wird an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben, die in jüngster Zeit in den Bundesländern Brandenburg und Berlin herausragende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Grundlagen von Livestyle Intention erzielt haben.

Leibniz-Kolleg Potsdam
Hauptvortrag und Preisverleihung: 16.05.2019, 15 Uhr
Ort: Campus Am Neuen Palais, 14469 Potsdam, Haus 8, Auditorium maximum
Kontakt: Dr. Barbara Schneider, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Telefon: 0331/ 977 2960
E-Mail: leibniz@uni-potsdam.de
Programm im Internet: www.leibniz-kollegpotsdam.de

Medieninformation 16-05-2019 / Nr. 060
Dr. Barbara Eckardt

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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