Weltoffen und interkulturell – DAAD fördert Internationalisierung der Lehramtsausbildung

Das Lehramtsstudium an der Universität Potsdam wird internationaler. Dank einer Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) im Progamm „Lehramt.International“ kann die Universität bis 2024 ihr weltweites Netzwerk mit Partnerschulen und –hochschulen ausbauen und auf ein neues Qualitätsniveau heben. Innerhalb des Modellprojekts „UP Network for Sustainable Teacher Education“ sollen Studierende nun neben dem Praxissemester auch leichter ganze Studienabschnitte im Ausland verbringen und dabei ihre fachsprachlichen und interkulturellen Fähigkeiten stärken. Summer Schools, Masterarbeiten und digitale Lernformate fördern den fachlichen und pädagogischen Austausch über Ländergrenzen hinweg. Der DAAD stellt dafür in den kommenden Jahren rund 600 000 Euro zur Verfügung.

Das „UP Network for Sustainable Teacher Education“ ist eines von insgesamt 19 Modellprojekten, die aktuell im Programm „Lehramt.International“ vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. Ziel ist es, die Auslandsmobilität von Lehrenden und Lernenden langfristig zu steigern, um die internationale Ausrichtung der Lehramtsausbildung an deutschen Hochschulen dauerhaft zu stärken. Mit Blick auf immer vielfältigere Bildungs- und Herkunftshintergründe der Schülerinnen und Schüler in Deutschland sind internationale und interkulturelle Kenntnisse und Erfahrungen für Lehrerinnen und Lehrer von zentraler Bedeutung.

„Wir statten unsere Studierenden mit Kompetenzen aus, die sie auf das Unterrichten in kulturell und sprachlich heterogenen Klassen vorbereiten“, erklärt Prof. Dr. Andreas Borowski, Direktor des universitären Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB). „Bei Studien und Praktika im Ausland gewinnen die künftigen Lehrkräfte zudem pädagogische Eindrücke, die ihnen im Beruf helfen werden, internationale Lernprojekte mit Partnerschulen zu organisieren.“
Derzeit verfügt die Universität Potsdam über ein Netz von 13 Auslandsschulen, an denen die Studierenden ihr Praxissemester absolvieren können. Vorgesehen ist nun, bestehende Kooperationen zu vertiefen, neue Partnerschaften zu akquirieren und weltweit lokale Netzwerke aufzubauen, etwa in den USA (New York), Costa Rica (San José), Kolumbien (Bogotá), Südafrika (Potchefstroom, Johannesburg, Pretoria), Indien (Mumbai) und Australien (Melbourne). In Europa bieten die langjährigen Erasmus-Beziehungen und das von der Universität Potsdam geleitete Konsortium „European Digital UniverCity“ umfangreiche Möglichkeiten für den direkten Austausch vor Ort oder das Online International Learning. „Die Internationalisierung der Lehramtsausbildung hat die Universität Potsdam fest in ihrer Internationalisierungsstrategie verankert. Wir freuen uns sehr, mit der Förderung unseres Modellprojekts durch den DAAD jetzt auf diesem Gebiet wichtige neue Schritte gehen und belastbare Strukturen schaffen zu können“, sagt Prof. Dr. Florian Schweigert, Uni-Vizepräsident für Internationales.

Kontakt: Dr. Manuela Hackel, Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung
Telefon 0331/ 977-25 60 10
E-Mail mhackel@uni-potsdam.de

Medieninformation 02-10-2020 / Nr. 093
Antje Horn-Conrad

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