Die Berliner Luftbrücke (1948/49). Ein Mythos des Kalten Krieges. Betrachtungen aus militärgeschichtlicher und sozialwissenschaftlicher Sicht

20. Sep. 2022 - 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr

Veranstaltungsreihe „Wegmarken Potsdam Demokratie“


Foto: Britische Transportflugzeuge des Typs Hastings auf dem Flugplatz Gatow © Crown copyright 1948, reproduced under the terms of the Open Government Licence, published as a courtesy of Air Historical Branch, RAF (photo no. R-1819)

Über zehn Monate lang versorgten sie (West-)Berlin aus der Luft: Amerikanische und britische Flugzeuge. Sie bewirkten ein Umdenken bei den Deutschen. Diese waren die Kokarden der Royal Air Force (RAF) und die Sterne sowie Streifen der US Air Force (USAF) noch gewohnt: Als feindliche Bomber und Tiefflieger.

Nun aber waren sie zu den sprichwörtlichen „Rosinenbombern“ geworden, die vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 die Westsektoren des viergeteilten Berlins anflogen. Es gab keine Alternative zum Luftweg, denn die Sowjetunion hatte alle Straßen-, Schienen- und Kanalverbindungen von den drei Westzonen Deutschlands nach Berlin gesperrt. Bei insgesamt 278.000 Flügen ließen 78 Besatzungsmitglieder ihr Leben.

Warum kam es zur Luftbrücke? Wie wurde das Ganze organisiert? Gab es Vorbilder? Was transportierten die Maschinen tatsächlich? Welche Flugplätze standen zur Verfügung? Wie „dicht“ waren die Grenzen? Warum waren die Luftwege frei? Wie reagierte die Bevölkerung darauf und welche Empfindungen gab es? Wie änderte sich das Verhältnis der Deutschen zu den alliierten Kriegsgegnern? Wie wirkte die Luftbrücke nach?

Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrages. Er will das Thema bewusst aus militärhistorischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive beleuchten. Es tragen daher vor: Der Historiker Oberstleutnant Dr. Harald Potempa und die Sozialwissenschaftlerin Dipl-Päd. Katrin Grosser vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw).

Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wegmarken Potsdamer Demokratie“ statt.

Anmeldung erforderlich unter: jacob@prowissen-potsdam.de

WIS ǀ 4. OG
Eintritt frei

Das ZMSBw ist als Dienststelle der Bundeswehr die zentrale Ressortforschungseinrichtung des Bundes und der kompetente Ansprechpartner für alle Fragen der Militärgeschichte und Sozialwissenschaften. Es betreibt international anerkannte militärgeschichtliche Grundlagenforschung mit Schwerpunkt auf dem Zeitalter der Weltkriege sowie der Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in ihren jeweiligen Bündnissen. Mit seiner sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung leistet es einen Beitrag zur Fortentwicklung der Sozialwissenschaften, insbesondere auf den Gebieten der Militärsoziologie und der Sicherheitspolitik, sowie zur wissenschaftsbasierten Politikberatung. Dieses Expertenwissen macht es für die allgemeine Geschichtswissenschaft, die Sozialwissenschaften, die Streitkräfte und die Öffentlichkeit nutzbar. Das ZMSBw schafft wesentliche Grundlagen für die historische Bildung in der Bundeswehr.


Foto: Oberstleutnant Dr. Harald Potempa und Diplom-Pädagogin Katrin Grosser © ZMSBw


Foto: Rosinenbomber © Achim Scholty/pixabay

Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)

Das ZMSBw ist die zentrale militärgeschichtliche und sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtung des Bundes und wurde 2013 als Zusammenschluss des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und des …
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